Trickster

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2019 setzten Stephan Engelke und Sven Fritz unter dem Pseudonym Trickster eine Reihe von fünf gestalteten Szenerien um, die zeitlich klar begrenzt unter­schiedliche mediale Komponenten im Sinne des Gesamtkunstwerkes zu jeweils einem bildhaften Ereignis vereinten – einem Abend oder einer Nacht als Bild.

Szenerie I — Leeres Feld — AWA-Bar, Düsseldorf
Szenerie II — Ausgeprägte Schlagschatten — D21, Leipzig
Szenerie III — Seltsame Schleifen —  
Saasfee*pavillon, Frankfurt am Main
Szenerie IV — Geometrische Begierden — ACUD Galerie, Berlin
Szenerie V — Kritische Manöver — KunstWerk, Köln

Während bei vielen üblichen Veranstaltungsformen, wie bei einer um Getränke und Musik erwei­ter­ten Ausstellungseröffnung, einem Konzert oder einem Club, die einzelnen Elemente oft weitest­gehend additiv kombiniert werden und dadurch parallel zueinander stehen, ist das Ziel der Szenerien eine inhaltlich wie formal enge Verflechtung der einzelnen Komponenten zu einem Gesamtbild – einem Abend oder einer Nacht als Bild.

Der entscheidende Parameter hierbei ist das Verhältnis von Sache und Rahmung: unsere Intention ist die Dehierarchisierung im Arrangement, die Neuformulierung oder sogar Auflösung der Kategorien von Anlass einerseits und Begleitumstand andererseits, keine Trennung – ob gewollt oder nicht – von Kulturprogramm und Divertissement, Kunst als dem Eigentlichen und Musik als Stimmungsdienst­leister.

Konzeptuell verbinden die Szenerien so Aspekte von Environment, theatraler Inszenierung, Perfor­mance und Clubkultur (Interessant ist und bleibt der Club vor allem wegen seines Potentials, ein Raum für das Andere zur Gesellschaft zu sein, und ein Raum mit starker bildhafter Dimension!)

Trickster

Das kulturhistorische Feld des Gesamtkunstwerks ist sicherlich kein ungefährliches, es hat schon einige kuriose Blüten getrieben, Allmachtsfantasien und synästhetisch-esoterische Scharlatanerien hervorgebracht. Den Risiken dieser Zielrichtung und der bewußt ergebnisoffenen Konzeption steht aber nicht nur der Intensitätsmehrwert entgegen; der besondere Reiz dieses Experiments liegt nicht zuletzt im (Gefahren-)Potential, darin, dass es so problematisch ist, dass es so schlüpfrig werden, so derbe schiefgehen kann.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler

Maria Bierwirth, Stephan Engelke, Sven Fritz, Knut Klaßen, Seb Koberstädt, Anna Mirbach, Lorenzo Pompa, Bernhard Schreiner, Charlotte Simon, Adrian Williams, Markus Zimmermann 


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